PhysioNetzwerk GmbH - Medizinische Trainingstherapie
Deutschland Nederland Schweiz Österreich
PhysioNetzwerk Deutschland
Europ. Plattform für Trainingstherapie

Achillessehnenoperation

zurück zur vorherigen Seite

Was ist ein Achillessehnenriss?

Die Achillessehne ist relativ häufig von Verletzungen betroffen. Der Muskel läuft von der Ferse über zwei Muskeln zum Unterschenkel und zum Oberschenkel. Eine Verletzung kann langsam (Tendinitis) oder plötzlich entstehen (Ruptur). Bei der Ruptur kann die Sehne teilweise(Teilruptur) oder komplett reißen. Der Patient fühlt einen deutlichen "Knall" und stellt selbst schon häufig die richtige Diagnose.

Pathologie - Wie entsteht ein Achillessehnenriss?

Sehnenverletzungen entstehen immer dann, wenn die Belastung größer ist als die Belastbarkeit der Sehne. Dies kann plötzlich passieren, dabei entsteht ein kleiner, größerer oder ganzer Riss der Sehne. Man spricht von einer akuten Teil- oder Komplettruptur. Die Verletzung kann auch langsam entstehen. Durch überbelastung entstehen kleine Mikrotraumen, die, falls sie ignoriert oder bagatellisiert werden, zu Dauerproblemen werden können ( Tendinitis). Ursache der eingeschränkten Belastbarkeit ist eigentlich immer eine schlechte Durchblutung der Sehne. Ab dem 25. Lebensjahr beobachten wir einen Rückgang der Durchblutung der Sehne und damit eine Zunahme der Beschwerden. Der totale Rückgang der Durchblutung beträgt ca. 30 %.

Diagnose - Wie stellt man eine Achillessehnenruptur fest?

Ein erfahrener Kliniker stellt die Diagnose relativ einfach fest, indem der Patient sich in Bauchlage auf der Behandlungsbank legt, wobei sein Fuß frei abhängt. Beim Kneifen in die Wade bewegt sich der Fuß normalerweise. Ist die Sehne nicht mehr intakt, bewegt der Fuß sich nicht.

Operation

Es gibt verschiedene Operationstechniken, z.B. Nähen der geschädigten Sehne oder Verstärken der Sehne, meist mit einer unbedeutenden Sehne aus dem Unterschenkel (M. Plantarissehne). Interessant ist, dass neuerdings auch versucht wird, die Achillessehne ohne Operation zu behandeln. Die ersten Resultate sind gar nicht so schlecht. Jedoch wird in Deutschland vorerst eher noch operativ behandelt.

Therapie - Rehabilitation einer Achillessehnenoperation?

Dosierte Ruhe
Je nach Klinik und Operationsvorgang beobachten wir ziemlich große Unterschiede in der Länge und Art der Ruhigstellung. Entweder läuft der Patient einige oder mehrere Wochen mit Stützen oder er läuft mit einer extremen Fersenerhöhung, so dass vorläufig kein Zug auf die Operationsstelle einwirkt.

Durchblutungsbesserung
Für eine bessere Durchblutung sind in der Anfangsphase Massagetechniken der Wade und in der Endphase Querfriktionen geeignet. Physiotechnische Anwendungen (z.B. Ultraschall) können unterstützend angewendet werden. Fahrradfahren mit der Ferse, so dass kein Zug auf die Operationsstelle einwirkt, kann relativ schnell ausgeführt werden. Dies sollte aus Sicherheitsgründen aber lieber auf einem Fahrradergometer stattfinden.

Mobilisation
Mittels gezielter Dehnungsübungen, zu Beginn mit kontrollierter Belastung, wird der betroffene Wadenmuskel gedehnt. Hierdurch wird die Spannung in der Sehne reduziert und die Durchblutung optimiert. -

Kräftigung
Erst wenn die Sehne sich erholt hat, wird mit der Kräftigung begonnen. Zu Beginn im Kraftausdauersystem, was die Durchblutung noch weiter optimiert. Durch gezieltes Krafttraining zum entsprechenden Zeitpunkt wird die Belastbarkeit der betroffenen Muskeln und Sehnen gesteigert.

Koordination
Wichtig ist, dass der Knöchel nach Erreichen der nächsten Stufe wieder sein normales Bewegungsmuster annimmt. Man beobachtet häufig einen ewig gestörten Bewegungsablauf beim Gehen und Laufen. Die normalen Bewegungsmuster sollten wieder neu gelernt werden.

Prognose

Falls der Patient ein intensives Reha-Programm absolviert, ist die Prognose recht gut. Je nach Empfehlung der Klinik dauert die Rehabilitation etwas länger oder kürzer. Immer muss mit ein paar Monaten Sportverbot gerechnet werden.

 

Benutzer
Passwort